Kein Recht auf Beschneidung

Das Oberlandesgericht Köln hat vor kurzem in einem weit beachteten Urteil geurteilt, dass ein Arzt einem muslimischen Jungen nicht hätte beschneiden dürfen. Es befandt, dass die unversehrtheit des Kindes höher zu gewichten ist oder die Religionsfreiheit.

Eigentlich eine logische Schlussfolgerung, schon die alten Preussen wussten dies:

Artikel 136 der Weimarer Reichsverfassung von 1919:

Abs. 1
“Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.”
Dies bedeutet, dass
a) das ‘religiöse’ Recht auf dem ‘weltlichen’ Recht aufbaut und daher
b) das Recht auf einen unversehrten Körper nicht durch die Religionsausübung ausgehebelt werden kann.

Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass man sich alles erlauben kann, sofern man sich auf eine Religion oder seinen Glauben berufen kann. Das wäre ja auch fatal, denn irgendwie ist

Beschneidung eines Jungen: nur für naive Menschen ein Familienfest

ja alles eine Glaubenssache, eine persönliche Weltanschauung. So könnte ja auch ein Nazi sagen, dass er eine Nazi-Hackenkreuz-Fahne aus seinem Fenster hängen dürfe, weil er an den Nationsozialismus glaube und das seine Ersatzreligion sei.

Die Religionsfreiheit muss natürlich dort aufhören, wo weltliche Gesetze ihr ihre Grenzen abstecken.

Wer wissen möchte, warum Muslime sich Beschneiden, dem empfehle ich den nachfolgenden Link von einer islamischen Seite. Wer das liesst ohne sich zu Fragen, warum die einen solchen Käse überhaupt noch glauben wollen oder müssen, sollte sich schleunigst an die Lektüre des Korans hermachen: Die Beschneidung im Islam.

Tolle Lektüre gehabt? Also, wer sich bei einem Satz wie…

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Abraham, Allahs Friede auf ihm, vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt.” [BUCHARI:780]

… nicht amüsiert, der ist wohl die absolute Spassbremse.

Auch werden in diesem Artikel die alten, üblichen Märchen über die medizinischen Vorteile der Beschneidung erwähnt und was Mohammed doch für ein toller “Hellseher” war.

Zum Glück gibt es wunderbare Kulturmuslime wie Necla Kelek, welche mit solchen Mythen aufräumen. Sie hat zum Urteil und dieser barbarischen, muslimischen und jüdischen Praxis einen sehr lesenswerten Artikel auf Welt Online verfasst:

Etwa 10.000 muslimische Jungen in Deutschland kommen in jedem Jahr in das Alter, beschnitten zu werden. Das machen türkische Ärzte, aber auch aus der Türkei eingeflogene angelernte Beschneider. Oft aber wird die Beschneidung im Sommerurlaub in der Türkei vorgenommen, da sie ein Familienfest ist.

Da kann man dem muslimischen Nachwuchs ja wohl nur noch ein schönes Fest wünschen? Wer dies nicht so toll findet und sich eher als Opfer einer gewesenen oder zukünftigen Beschneidung sieht, der findet unter beschneidung-von-jungen.de eine Anlaufstelle um seine Sorgen zu teilen und hoffentlich zu lindern.

Update vom 29.06.2012, 9:19 Uhr:

Anscheinend meint jeder ungefragte und selbsternannte Experte zur Zeit, er müsse sich zu diesem Thema einmischen. So zum Beispiel der deutsche Aussenminister Westerwelle und sein türkischer Kollege Bagis, welche die entscheidung der Kölner Richter kritisieren oder ein Uno-Sonderberichtserstatter (braucht man so etwas?), welche die Argumentation des Gerichts als Unsinn bezeichnet. Ja gut, schaffen wir doch die Gerichte ab. Wir brauchen sie scheinbar nicht. Stellen wir doch gleich Imame, Rabbis, Priester, Uno-Sonderberichterstatter und Südsee-Schamanen ein, welche unsere Rechtsprechung übernehmen. (siehe Artikel auf Spiegel Online: “Westerwelle kritisiert Urteil gegen Beschneidungen“)