Zehn Thesen, welche die Welt nicht braucht

Google Alerts hat mir heute einen Link präsentiert, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Uli Gellermann rezensiert auf “Readers Edition” das Buch “Feindbild Islam: Zehn Thesen gegen den Hass“. Ich muss nicht unnötig Spannung aufbauen, denn ihr ahnt es bestimmt schon – bei einem solchen Titel kann nichts gutes dabei rauskommen.
Nach dem durchlesen der Rezension muss man sich als gebildeter Islamkritiker fragen, ob dies bewusste Irrefürhung, Naivität, Gutgläubigkeit oder eine Mischung aus allem ist.

Die Rezension bestätigt alle Vorurteile von einerseits Islamapologeten über Islamkritiker (oder wie diese gerne sagen: “Islamhasser”) sowie andererseits auch für Islamkritiker über vorurteilsbeladene, engstirnige, verträumte Toleranz-für-Intoleranz-Anbeter.

Gehen wir kurz die wichtigsten Punkte durch, der Rezensent war ja so nett und hat gibt uns hier gleich seine Liste vor:

  • Der Westen ist gewalttätig
    Die Welt ist gewalttätig. Der “Westen” ist sicher kein Unschuldslamm, aber die muslimische Welt dürfte wohl im die Vorreiterrolle einnehmen. Gewalt gehört praktisch zur muslimischen Kultur. Man denke nur mal an die Raubzüge die der Prophet Mohammed bereits gemacht hat oder seine Angriffe gegen jüdische Stämme. Nicht zu vergessen die Massenenthauptungen beim Stam der Banu Quraiza die er persönlich angeordnet und beigewohnt hat.
    Ist das ein vorbildliches Verhalten eines “Propheten”?
  • Anti-Terror fördert Terror
    Die Kriege gegen den Terror im Irak und in Afghanistan haben sicher nicht dazu beigetragen, ein postivies Bild des Westens in der muslimischen Welt zu verbreiten. Allerdings war dies ja auch vorher schon angeschlagen, wenn auch nicht selbstverschuldet. Da der Islam die Menschen in zwei Klassen einteilt (gute, edle Muslime und die Nicht-Muslime, als Untermenschen) ist dieses Image schon seit anbeginn des Islams vorhanden. Es ist ein Kern dieser Lehre und solche Kriege werden dann  natürlich propagandistisch ausgeschlagen. Gewisse Leute fallen dann darauf herein und andere können solche Tricks durchschauen. Quizfrage: zu welcher Sorte gehört der Rezensent?
  • Terror ist kein muslimisches Phänomen
    Die Muslime oder der Islam hat den Terror sicher nicht patentiert, aber die Islamische Lehre fördert bereits im Kern den Terror. Der Islam schreibt vor, dass die Welt unter die Herrschaft der Scharia gestellt werden muss. Die Mittel dazu sind egal. Die einen nehmen nun friedliche Mittel und die anderen versuchen dies mit Terror zu verbreiten. Im Endeffekt ist es für Nicht-Muslime aber egal. Denn in einer islamischen Welt sind sie nur Menschen zweiter Klasse und zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt.
  • Terror gehört vor Gericht
    Terror kann man nicht vor Gericht bringen, Terroristen schon. Wenn dies möglich ist, sollte dies natürlich bevorzugt werden. Führen die Terroristen jedoch einen Krieg, ohne sich jedoch an ein Kriegsgesetz zu halten, muss dies wohl zwangsweise manchmal ausser Acht gelassen werden.
  • Muslime und Toleranz
    Muslime können tolerant sein. Je weniger sie sich an ihre islamische Lehre halten, desto toleranter werden sie sein, desto eher werden sie aber auch nur reine Namensmuslime sein. Der Islam an sich ist nicht tolerant und kann es auch nicht mehr werden, den seine Regeln sind starr und zeitlos.
    Zitat:
    Es waren Cjristen die den “heiligen Krieg” der Kreuzzüge erfanden. Sie waren es auch, die im Zuge der Kolonialisierung 50 Millionen Menschen in Afrika und Asien umgebrachten. Auch die 70 Millionen Tote im Ergebnis des Ersten und des Zweiten Weltkrieges gehen auf das Konto “christlicher” Länder und deren religiöser und nationalistischer Intoleranz.
    Vermutlich sind Christen gemeint, aber vielleicht haben die Saudis nicht genug Geld überwiesen um alle Fehler aus dem Buch auszumerzen? Die Christen haben die Kreuzzüge gemacht, allerdings waren sie eine antwort auf die militärische, islamische Expansion. Die Christen haben dann lediglich das islamische Konzept des heiligen Krieges (Dschihad) kopiert und für ihre Zwecke instrumentalisiert.
    Christliche Länder haben Krieg geführt, folglich muss auf allen Christen eine Erbsünde liegen? Ich kenne mich zwar mit der Bibel nicht so gut aus, aber der Autor oder Rezesent kann mir sicher die Stelle in der Bibel zeigen in der Jesus Massenmord und die Verfolgung der Juden (er selber war ja auch einer) verlangt.
    Vielleicht möge der Autor auch noch eine Blick auf die Zahlen von Bill Warner werfen, der ausgerechnet hat, dass der Islam (und in diesem Fall in übereinstimmung mit seiner religiösen Lehre) bisher ca. 270 Millionen Menschenleben ausgelöscht hat – und dabei ist der Genozid am iranischen Volk noch nicht einmal mit eingerechnet.
  • Der Koran kennt Nächstenliebe
    Ja, das stimmt, allerdings kennt der Autor (und ganz bestimmt auch der Rezensent) den Koran nicht, denn dann müsste der einerseits das Prinzip der Abrogation kennen und festgestellt haben, dass alle toleranten Verse durch spätere intolerantere aufgehoben wurden und andererseits, dass sich der von ihm zitierte Verse nur auf Muslime untereinander bezieht.
  • Fakten und Fakes
    Hier wird auf den Vorbild-Staat Iran eingegangen. Es wird aufgezeigt, dass dort Synagogen vorhanden sind (bei uns gibt es ja ein Moscheeverbot?!) und sogar ein (ja richtig “1″) Parlamentssitz für Juden reserviert ist. Diese grossartige Grosszügigkeit lässt den Rezensenten augenscheinlich dahinschmelzen. Vielleicht möchte er sich mal auch mit einigen Bahai, Regimekritikeren oder Homosexuellen aus dem Iran unterhalten.Ob die seine Begeisterung ebenfalls teilen?
  • Vom Wert des Menschen
    Zitat:
    Gerd Wilders darf den Propheten Mohammed ungestraft einen “Kinderschänder” nennen. Sarrazin behauptet eine angeborene Behinderung unter türkischen und kurdischen Migranten, und kein öffentlicher Ankläger bringt ihn wegen Volksverhetzung vor Gericht.
    Da der Rezensent nicht einmal den Namen von Wilders richtig schreiben kann, muss man annehmen, dass er vermutlich nicht fähig ist längere Texte zu lesen und auch aufzunehmen. Dies könnte erklären, warum er den Islam für eine frieldliche und tolerante Religion hält.
    Darf Wilders Mohammed (warum nennt der Rezensent ihn einen Propheten?) nicht als Kinderschänder bezeichnen? Mohammed hat mit einem neun-jährigen Mädchen Geschlechtsverkehr gehabt, was alle ausgebildeten Ayatollahs des Vorzeige-Staates Iran ihm bestätigen können. Aber das ist vielleicht ja nur ein Wert dieser Kultur den wir respektieren müssen? Vielleicht möge der Rezensent und Autor persönlich in islamische Länder reisen und dies den Kinderbräuten mitteilen, welche an alte Greise zwangsverheiratet werden….
    Ah ja… und der Seitenhieb gegen Sarrazin darf ja auch nicht fehlen – Sarrazin muss wohl so etwas wie ein Nazi sein, wenn er das behauptet hat (steht aber so gar nicht in seinem Buch, dazu müsste man es aber gelesen haben).
  • Muslime gegen Terror
    Muslime gegen Terror gibt es natürlich. Diese lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
    1) Lügner/Heuchler
    2) Namensmuslime
    Dann wird hier noch das angebliche Zitat (Quelle/Hadith?) von Mohammed gebracht, welches wohl die Toleranz des Islams beweisen soll:
    Wer einem Juden oder Christen unrecht tut, dem werde ich am Tag des jüngsten Gerichts entgegentreten.”
    Nun, wie soll ich sagen… vielleicht muss ich erwachsenen Menschen beibringen was schon sonst kleine Kinder begreiffen: man beurteilte Dinge durch die Gesamtheit ihrer Teile. Wenn man Autobahnen toll findet, macht dies ja den zweiten Weltkrieg auch nicht unbedingt besser, oder?
    Aber vielleicht bringe ich auch ein schönes Zitat von Mohammed und ich bringe sogar die Quellenangabe mit (Sahih Muslim, 41:6985):
    “Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.”
  • Politik statt Krieg
    Im Grundsatz richtig. Zuerst muss die Politik versuchen mit friedlichen Mitteln eine Problemlösung zu erarbeiten. Scheittert dies aber, so bleibt letztendlich auch der Krieg als eine valable Option offen.

Wie man sieht ist das Buch nicht nur voller Naivität, sondern auch mit faktischen Fehlern durchzogen. Das Buch stellt so etwas wie die Bibel der Islam-Apologeten dar, welche alles Nicht-Wissen für sie vereint.
Warum gelingt es diesen Autoren nicht zu unterscheiden, zwischen Islam und den Muslimen, respektive den Namensmuslimen. Hetze gegen friedliche Menschen ist natürlich abzulehnen, doch berechtigte Islamkritik darf nicht verteufelt werden. Mit solchen Rundumschlägen ist es jedoch genau das, was solche Bücher machen.
Wie traurig es doch ist, dass durch solche Bücher und Zeitgenossen wie Autor und Rezensent den Menschen ein falsches Bild über den Islam vermittelt wird. Sie alle machen sich mitschuldig an den Verbrechen die der Islam tagtäglich an der Menschheit begeht – zwei Kandidaten für Nürnberg 2.0.

Die Muslime, die neuen Juden

Nach den sogenannten Dönermorden von einigen verwirrten Hohlköpfen, welche zur Zeit  dem nationalsozialistischen Sektor zugeordnet werden haben einige Moslems beschlossen die Gunst der Stunde zu nutzen und diese Sache für sich zu instrumentalisieren.

Man kann wieder einmal schön sich als Opfer darstellen, eine allgemeine Islamophobie im Land anprangern und sich vergleichen mit den Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.
Diese “Opfer” setzen sich gleich mit den damals verfolgten Juden und damit indirekt auch den Islam mit dem Judentum. Das Äpfel und Birnen zwar beides Obst ist, weiss natürlich jedes Kind. Dass es sich jedoch trotzdem um verschiedene Dinge handelt ist vielleicht nicht jedem klar, oder wird gerne ausser Acht gelassen, wenn man versucht für sich störende Diskussionen abzuwürgen. Schliesslich möchte man sich selber ja als gut integrierbar, seine Religion als friedlich und seine Religionsgemeinschaft als durchgängig weltoffen darstellen.
Persönlich will ich gar nicht bestreiten, dass die Mehrheit der Personen die sich selbst als Muslime bezeichnet nicht gewalttätig ist und viele von ihnen, vermutlich auch die Mehrheit interessiert es vermutlich nicht einmal im Geheimen ob der Islam nun über die Ganze Welt herrschen soll oder nicht. Es gibt aber sich auch etliche Muslime, die sich streng an ihre Lehre halten und anstreben, die Welt unter die das Herrschaft und das Gesetz des Islams zu bringen – dies mit verschiedensten Mitteln, selbst mit demokratischen und nach aussen hin friedlichen.

Warum der Islam schon in seinem Kern nicht friedlich und tolerant ist, kann jeder leicht selber erkennen, wenn er sich mit dem Thema beschäftigt und zum Beispiel einen Koran durchliest oder die Geschichte des “Propheten” Mohammed studiert. Dass diese Lehre dann Auswirkung auf ihre Anhänger hat, die für Nicht-Anhänger sehr negativ sein können ist dann nur die logische Schlussfolgerung.

Ein Leserbeitrag zu oben verlinktem Artikel ist ausserdem sehr lesenswert:

Chinaskisagt:

Leider ist die Situation heute so dass um das was ich schreiben möchte ich heute erstmal einiges vorrab klarstellen muss um nicht in irgendeiner Schublade gesteckt zu werden. Ich bin auf dem Papier ein Moslem. Ich sage auf dem Papier weil ich in einer Familie grossgeworden bin in der Religion keine Rolle gespielt hat. Meine Mutter hat immer an Gott geglaubt aber mein Vater war ein Marxist und schrieb Bücher wofür er als politischer Gefangener inhaftiert und ein Jahr lang gefoltert wurde. Ich engagiere mich gegen Rechts, meine Beiträge hier gegen faschismus und Rassismus sind so denke ich knall hart und ohne umschweife. Nun zu dem was ich sagen möchte. Es ist eine Dilema. Ein Dilema in dem die guten und humanen drin stecken. Ich habe es gelernt Menschen zu akzeptieren, zu tolerieren. Ich meine das muss ich machen, mein Vater war ein Internationalist, Nationalitäten und unterschiede zwischen Menschen gab es bei uns zuhause nicht. Ich wude jedoch erwachsen, fing an Bücher zu lesen, fing an Religionen zu studieren , ich habe den Koran gelesen genauso wie ich die Bibel gelesen habe. Das war ich mir schuldig. Ich bin bis heute ein strikter Atheist weshalb ich auch nicht in dem Land wo meiner Eltern herkommen nicht leben möchte weil sie mir die Luft zum atmen nehmen würden. Die bittere Wahrheit ist jedoch dass abrahamitische Religionen (ausser Judentum) auf Bekehrung und Konvertierung setzen. Für jeden ungläubigen den ein Moslem zu Islam konvertiert -so glaubt er- würde er im Himmel belohnt werden und zwar doppelt. Der Islam sagt: Es gibt kein “Dar al salam” (Haus des Friedens) ohne “Dar al Islam” (Haus des Islams). Das bedeutet nichts anderes als dass solange die Welt nicht islamisch ist, wird es keinen Frieden geben. Leider muss jeder praktizierende Moslem sich daran halten. Ich als Atheist würde es nicht wagen zu konvertieren oder aus dieser Religion auszutreten weil mein Blut für jeden Moslem “halal” werden würde was mich zu einem Freiwild machen würde. Jeder Moslem hätte das Recht mich zu töten ohne eine Sünde begangen zu haben. Der Islam kann mich Atheisten nicht akzeptierenn, weil er sonst sich selbst verneinen und widersprechen würde. Sobald der Islam in eine Gesellschaft fussfasst und seine Stukturen festigt wird er unwirkürlich anfangen die nähere Umgebung und später auch die gesammte Gesellschaft zu islamisieren weil der Islam das von Moslems erwartet. Das Dilema ist dass man in einer freien, pluralistischen Gesellschaft niemanden verurteilen darf solange aus dem Person oder aus einer Organisation keine Gefahr ausgeht. Genau diese freiheitliche Lücke jedoch ist die Nische und der Schwachpunkt was die islamische Gesellschaft hier sehr gut erkannt und gnadenlos ausnutzt. Was jeoch die Sache noch schwieriger zu durchschauen macht ist eine beschämende Regelung im Islam die das lügen für moslems legalisiert wenn es dem Islam und eines höheren Ziels dient. Das heisst nichts anderes dass die Moslems laut Islam und Allah die Erlaubnis haben sich verdeckt zu halten und über ihre Absichten vorsätzlich zu lügen wenn es darum geht gegen nicht moslems oder Gottlose (Kuffar) zu agieren. Sie dürfen also weinend beteuern und zu Gott schwören dass sie friedlich sind jedoch in Wahrheit den radikalen Islamismus unterstützen mit dem Ziel eine islamisierte und letztenendes islamische Gesellschaft zu schaffen. Diese Art von Lügen heisst in Islam “Taghiya). Ich bin aus so einem Land abhauen müssen und habe gespürt und auch direkt gesagt bekommen dass der Islam ganz einfach und laut Koran nicht pluralistisch seien darf weil das Ziel immer die Schaffung einer islamischen Gesellschaft seien muss. Mir graut es ganz ehrlich gesagt wenn ich sehe wie die islamischen Symbole in diesem Land immer zahlreicher werden. Ich mag es schon nicht wenn in Krankenhäusern statt wissenschaftliche Bücher Bibel zu lesen gibt. Dass immer ein Kreuz im Zimmer vorhanden ist aber dadurch dass ich das Wesen des Islams kenne und aus einem islamischen Land stamme, graut es mich zu sehen wie Clever die Anhänger dieser Religion sich leise im Schatten der Demokratie bewegen und organisieren während sie ganz klar andere Ziele im Kopf haben.
Dass nun gerade einige Muslime die Juden, welche bereits durch Mohammed persönlich stark verfolgt wurden und der den Judenhass im Koran und in seiner Lehre zementierte, versuchen die Juden für ihre Zwecke zu missbrauchen ist mehr als beschämend. Vielleicht meinen sie, wir können keinen Koran lesen, uns an die Verbindungen zwischen den Nazis und dem Grossmufti von Jerusalem , die SS-Division “Handschar” oder an den Judenstern im islamisch besetzten Spanien erinnern?
Doch wir tun es und wir werden immer mehr.

Können Muslime und Nicht-Muslime überhaupt miteinander leben?

Können Muslime mit Zen-Buddhisten zusammen leben (in einer Gesellschaft)? Oder mit Christen? Oder mit Juden? Oder mit Atheisten? Oder mit Scientologen?

Die logische Antwort ist natürlich: “es kommt darauf an”. Primärer Faktor ist, wie weit sich die Muslime in der jeweiligen Gesellschaft von ihrem Glauben abgewendet haben. Sind sie mehr oder weniger Namensmuslime (oft als “moderate Muslime” bezeichnet), also eigentlich nicht-praktizierende Muslime, dann kann das Miteinander sehr gut funktionieren.
Der Einfluss von anderen Parteien (Nicht-Muslime) kann getrost ignoriert werden, da diese Gruppe in der Regel sehr heterogen ist und in der Regel sich auch nicht aus einer totalitären Bewegung heraus gebildet hat.

Je religiöser die Muslime jedoch sind, desto eher werden sie die Lehre aus dem Koran und der Geschichte ihres Propheten versuchen korrekt umsetzen zu wollen. Dieser Fundamentalismus kann naturbedingt totalitäre, intolerante und mitunter auch gewalttätige Züge annehmen. Eine Abkapselung in eine Parallelgesellschaft wird angestrebt um die eigene Ideologie/Glaubensvorstellung möglichst korrekt ausleben zu können, dies führt zu Ghettobildung. Trotzdem wird versucht den Einfluss ihres Glaubens zu erweitern und dafür zu sorgen, dass sie ihre Glaubensinhalte (Alkoholverbut, Muezzinruf, Trennung von Frauen/Männern, islamisch-konformes Essen, Einführung diverser Körperstrafen oder auch der Todesstrafe für etliche Vergehen, Musik-/Tanz-/Hundeverbot, usw.) ausleben können. Gemäss ihrer Lehre streben sie danach ihr Gebiet zu islamisieren und damit den Unglauben zu vertreiben. Das Ziel ist die weltweite Herrschaft des Islams. Eine Nation ist dem islamischen Glauben fremd. Was zählt ist die islamische Gemeinschaft, die Umma. Weltliche Gesetze sind somit höchstens ein Hilfsmittel zur Erreichung ihres Zieles.

Wird ihren Forderungen nicht nachgegeben und haben sie bereits einen einflussreichen Bevölkerungsanteil erreicht, wird ein Prozentsatz von ihnen den demokratischen Weg verlassen und auch mit gewalttätigen Mitteln versuchen die Gesellschaft und den Staat nach ihrem Wunsch zu beeinflussen und damit letztendlich zu Formen.
Dies ist in der Geschichte schon in diversen Ländern passiert und passiert auch heute noch.

Die Frage die sich also stellt ist nicht, ob Muslime überhaupt auf längere Zeit mit Nicht-Muslimen (friedlich) zusammenleben können. Es ist offensichtlich, wenn man die Geschichte betrachtet, dass dies letztendlich nicht funktionieren wird, es sei denn ein Autoritärer Herrscher (oder Partei) hält “den Islam” im Zaum, sorgt also dafür, dass die Scharia (das islamische System) nicht korrekt umgesetzt werden kann und dass die Bevölkerungsgruppen sich nicht in die Haare geraten. So geschehen in Tunesien, Ägypten, Iran. Und immer noch so am geschehen in mindestens Syrien, Jordanien oder Jemen.

Die Frage die sich stellt ist viel eher, warum wir dieses Zusammenleben überhaupt noch versuchen. Sollten wir nicht aus der Geschichte gelernt haben? Leider gibt es heute selten Politiker mit einem guten Geschichtswissen, auch haben viele eine rosarote Brille auf und träumen einem Utopia nach, dass in der Realität eigentlich unmöglich ist.

Welcher normale Bürger kennt schon die Geschichte der islamischen Expansion oder des byzantinischen Reiches? Die Geschichte der Türkenbelgarung Wiens oder die Geschichte der Teilung von Indien und Pakistan.
In meiner Schulzeit war der Fokus auf dem 2. Weltkrieg, welcher natürlich auch vermittelt werden muss. Aber wäre es nicht auch Wert dem Islam und seinem Expansionsdrang einen Platz im Unterricht einzuräumen?

Welchem Kind (Mensch?) sagt denn heute die “Zwei-Nationen-Theorie” noch etwas?:

Die Zwei-Nationen-Theorie ist die Grundlage für die Rechtfertigung von Pakistan als eigenem Staat auf dem Indischen Subkontinent. Sie besagt, dass Muslime und Hindus aufgrund ihrer verschiedenen Religionen nicht im selben Staat zusammen leben können.

Die Theorie basiert auf der Antrittsrede des neugewählten Vorsitzenden der Allindischen Muslimliga (AIML), Muhammad Iqbal, auf dem Parteitag in Allahabad am 29. Dezember 1930:

Hindus und Moslems haben verschiedene religiöse Hintergründe, haben ein anderes Alltagsleben und eine andere Literatur. Sie heiraten nicht untereinander und essen auch nicht miteinander, da sie zu zwei verschiedenen Kulturen gehören, die auf widersprüchlichen Ideen und Konzepten beruhen. […] Das Zusammenzwängen solcher Völker in einem einzigen Staat – die einen als zahlenmäßige Minderheit, die anderen als Mehrheit – muss zu wachsender Unzufriedenheit und schlussendlicher Zerstörung der Regierungsstrukturen eines solchen Staates führen.

Irrte man sich damals? Oder hatte man nur erkannt was offensichtlich war und auch heute noch gültig ist?

Mir ist bewusst, dass solche Geschichtslektionen natürlich kräftig an der brüchigen Multi-Kulti-Fassade kratzt und man möchte sich ja als tolerante Gesellschaft geben. Es kann also nicht sein, was nicht sein darf und es wird somit ignoriert.

Doch Ignoranz verhindert keine Probleme. Die totalitären Ansprüche des Islams verschwinden dadurch nicht. Es verhindert auch nicht, dass Nicht-Muslime opfer dieser totalitären Auswüchse werden.
Was hilft ist, dass wir uns diesem Problem bewusst werden und dafür sorgen, dass dessen Ursachen nicht vertuscht sondern angegangen werden. Dass dafür gesorgt wird, das keine islamischen Sonderregeln in unsere Gesellschaft Einzug erhalten. Dass radikale Personen, sofern möglich, abgeschoben oder inhaftiert werden.
Dies wird, unter anderem, dafür sorgen, dass Nicht-Muslime, aber auch Namensmuslime, in Frieden in unserer Gesellschaft zusammenleben können.

Wohin führt der Weg Ägyptens?

Das Fragen wir uns natürlich nun schon seit Fast einem Jahr. Viele, gerade aus der Islamkritischen Szene, haben so ihre Vorahnungen und sehen einen zweiten Iran oder etwas ähnliches am Entstehen. Schliesslich ist die Muslimbruderschaft in Ägypten stark verwurzelt und das nette Auftreten und samtene Zungen können nur ein Trick sein um irgendwann schleichend die Macht zu erhalten.

Aber vielleicht irren wir uns ja. Vielleicht hat ja die andere Seite recht, die uns vorwirft sowieso nur primitiv zu hetzen und die demokratische und freiheitliche Natur dieser arabischen Revolutionen zu verkennen.

Ein interessantes Element ist in dieser Chaotischen Zeit aufgetaucht, welches eine Art Indikator sein kann, der uns jetzt schon aufzeigt, oder einen Vorgeschmack gibt, was noch auf uns, respektive die Ägypter noch alles zukommt. Dabei denke ich nicht nur an die Kopten, welche sicherlich in einem streng islamischen Staat dann am meisten unter die Räder kommen werden (mehr als jetzt schon); auch ganz Namensmuslime, also nicht-praktizierende Muslime, werden womöglich noch so richtig überrascht werden, was denn ihre Religion eigentlich so alles mitbringt, wenn sie korrekt umgesetzt wird.
Ich beziehe mich auf die Nacktfotos, welche eine ägyptisch Kunststudentin von sich veröffentlich hat um zu protestieren, dass die gesellschaft immer islamischer wird. So war es früher möglich, dass die Studenten in der Universität Aktmodelle abzeichneten – heute undenkbar.

Natürlich folgte nach der veröffentlichung der Bilder ein Aufschrei in der ägyptischen Gesellschaft. Die reaktionären Muslimbrüder und ihre Fanboys und nahestenden finden so etwas natürlich einen Skandel und gänzlich unislamsich. Einige Liberale, was immer das auch heissen mag, kritisieren sie für ihre Aktion, sie würde damit nur der Muslimbruderschaft in die Hände spielen. Was für Feiglinge.

Wenn wir schon bei Feiglingen sind. Unsere Presse, die Massenmedien sind auch mal wieder in ihrem Element. In der Berichterstattung zu diesem Thema muss man das “I”-Wort (Islam) wirklich mit der Lupe suchen. Wenn überhaupt, wird “Islam” nur in einem Nebensatz erwähnt. Man muss annehmen, der Islam hat mit der gesellschaftlichen Situation in ägypten nicht viel zu tun. Vermutlich wurde die ägyptische Kultur nicht stark vom Islam beeinflusst? Vielleicht möchten die Medien uns irgendwie sagen, dass die Ägypter generell halt konservativ, rückständig und nicht weltoffen sind. Vielleicht ist diese Art von Diskriminierung für die Medien einfacher, als mit dem Finger auf den Hauptschuldigen, den Islam zu zeigen? Oder möchte man aus Feigheit nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen? Wie Bill Warner vor kurzem geschrieben hat, waren die Medien vor dem zweiten Weltkrieg auch mit den Nazis ähnlich rücksichtsvoll. Man wollte ja nicht Hitler oder die Deutschen (Nazis) beleidigen. Negatives wurde beschönigt oder gar nicht veröffentlicht.
Was das Resultat dieser Anbiederung war, wissen wir heute. Aber wir scheinen nichts gelernt zu haben. Immernoch sind die meisten blind auf beiden Augen und können nicht die totalitäre und menschenverachtende Natur die im Kern des Islams steckt, seit seiner Entstehung, erkennen.

Nun, ich bin froh hat die Bloggerin diese Fotos veröffentlicht. Ich habe so das Gefühl, dass dies den einen oder anderen noch die Augen öffnen wird. Ich kann nur weiter appelieren. Beschäftigt euch selber mit dem Islam. Mit seiner Entsehung und mit seinem Propheten. Lernt seine Geschichte kennen und die Geschichte die damit im Zusammenhang steht. Dann werdet ihr erkennen, dass sich die Geschichte zwangsläufig immer wiederholt. Dann könnt ihr auch erkennen wie es in Ägypten weitergeht – weil die meisten von uns zu feige oder zu dumm sind um den Feind zu identifizieren, der nun seit 1400 Jahren etliche Zivilisationen bedroht und auch bereits vernichtet hat.

Links zum Thema:

Islam-Faschismus kreativ bekämpfen

Wenn man geschnallt hat, dass bereits der Islam, und nicht nur ein sogenannter “Islamismus”, eine radikale und totalitäre Ideologie ist, wird man ihn (sofern man a) kein Anhänger oder b) Ahnungsloser ist) bekämpfen wollen.

Dies geschieht idealerweise mit Aufklärung, geistreichen Diskussionen, anschaulichen Beispielen, Geschichtslektionen aber auch mit einfachen Mitteln. Es kann auch hier auf das bekannte AIDA-Prinzip zurückgegriffen werden:

  • Attention:
    Aufmerksamkeit erregen. Wie sagt man auch so schön, es gibt keine schlechte Werbung. Allerdings gibt es schlechte Mittel und einen schlechten Stil. Deshalb ist es wichtig das wir stilvoll bleiben, denn unser Anliegen ist aufrichtiger und humanistischer Natur. Wenn wir uns dann unter unserem Niveau bewegen, schaden wir am Ende nur uns und unserer Sache selber.
  • Interest:
    Interesse wecken. Nachdem die Aufmerksam da ist, muss man dafür sorgen, dass die Zielperson sich mit dem eigenen Anliegen/der Sache weiter beschäftigt.
  • Desire:
    Einen Wunsch wecken. Dafür sorgen, dass aus dem Interesse ein Wunsch entsteht. In unserem Fall (Islamkritik, Aufklärung) ist dies zum Beispiel der Wunsch sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen, so dass eine eigene Meinung gebildet werden kann und welche dann (als logische Schlussfolgerung) das einseitige Islambild aus den meisten Massenmedien und aus den Mündern von Islamapologeten verdrängt.
  • Action:
    Die Aktion selber. Das sich beschäftigen mit dem Islam, mit der Geschichte. Mit dem Leben des “Propheten” Mohammed und mit den Themen welche zusammenhängen. Im weiteren Sinne auch das selber aktiv werden und ein weiteres Mitglied werden in der grossen und traditionsreichen Gemeinde der Islamkritiker.

Wie gesagt, müssen es nicht immer hochstehende Artikel sein oder gar wissenschaftliche Abhandlungen. Solange es nicht primitiv oder (fälschlich) verallgemeinernd ist können auch Bilder verwendet werden.

Nachfolgend einige Bilder, welche mir besonders Gefallen, da sie bekannte Slogans aufgreifen und zielgerichtet abwandeln:

Seid kreativ. Erstellt eure eigenen Grafiken oder bekämpft diese totalitäre Ideologie auf eine andere kreative Weise. Sorgt mit euren Aktionen dafür, dass die Leute Aufmerksam werden, Interesse bekommen und einen Wusch verspüren sich selber mehr mit dem Thema Islam auseinander zu setzen, nur so können wir eine Masse in Bewegung setzen die aktiv die weitere Islamisierung der freien Welt verhindert.

Der Islam und seine Nebelkerzen

Wenn wir uns mit dem Islam und seinen Folgen für die Menschheit beschäftigen, dann haben wir uns kein einfaches Thema ausgewählt. Zu der aus der Historie gegebenen Komplexität des Themas an sich, gesellen sich gesellschaftliche und politische Schwierigkeiten.

Nichts sehen, nichts hören (wollen)

Das Thema Islam ist häufig noch immer beladen von Vorurteilen, Annahmen sowie Wunschdenken und eher selten von Faktenwissen, dies sowohl auf der Seite von Nicht-Muslimen als wie auch auf muslimischer.

Die Steine, welche einem auf den Weg der Wahrheitsfindung über die Natur des Islams und der mit diesem Themengebiet verwandten Elemente, geworfen werden sind zahlreich. Gibt es denn eine Wahrheit? Wenn es Fakten gibt, muss es wohl auch eine Wahrheit geben, welche begraben sein kann unter vielen Schichten. Ein Kreis ist kein Viereck, auch wenn viele Leute dies fälschlicherweise behaupten würden. Eine Ente ist kein Hund, auch wenn ich das fälschlicherweise annehme. Auto A mag für jemanden schöner sein als Auto B, auch wenn andere dies anders sehen, doch Fakt ist, dass Auto A Öl verliert.
Je nach Intention des Werfers liegen diese dort nun absichtlich, zufällig oder auch fälschlicherweise. Einige Steine liegen schon seit langer Zeit auf dem Weg und haben so gesehen historische Wurzeln.

Wenn man einen offenen und ideologisch nicht eingeengten Geist hat, sollte man bereit sein und auch fähig Dinge im Allgemeinen zu hinterfragen und sich selbst eine Meinung zu bilden, anstelle nur das weiterzugeben was einem andere mitgeteilt oder sogar indoktriniert haben.
Bezüglich Islam ist dies für Laien, vermutlich auch für Absolventen  von Studiengängen (Orientalistik z.B.),kein leichtes Gebiet. Die Medien, die öffentliche Meinung und Lehrbücher sind voll von falschen Angaben, Schönfärberei und Bauchgefühlen. Der wenig erfahrene Leser, er muss nicht einmal leichtgläubig oder gutgläubig sein, bekommt so ein Bild des Islams eingetrichtert, dass so nur in den Köpfen existiert, aber in der Realität nicht weit verbreitet ist – wenn wir einmal von einigen islamischen Sekten absehen wie Bahai und Ahmadiyya, welche aber keine Mehrheitsströmung darstellen und die ja gerade eben wegen ihrer Islam-Interpretation von den grossen Strömungen gar nicht als Muslime anerkannt werden. So sind bereits diese Strömungen Nebelkerzen, vernebeln sie doch die Sicht auf den orthodoxen Islam und führen dazu, dass Menschen die Meinung erhalten, dass der Islam tatsächlich eine Religion des Friedens sein könnte. Um einen Vergleich aufzustellen, der aufzeigt, warum das absurd ist, zumindest wenn man sich nicht tiefer mit dem Thema “Islam” beschäftigt hat: man stelle sich vor eine Gruppe kurz nach dem zweiten Weltkrieg, bezeichnet sich selber (nach ihrem Anführer) als “Fritzens”, sehen sich als als zugehörige zu den Nationalsozialisten und verehren auch Adolf Hitler als ihren Führer, lehnen aber Fremden-, Schwulen und Judenhass ab und sehen mein Kampf nicht als ein Buch an, dass man wörtlich nehmen sollte, sondern das Adolf Hitler damit nur in bildlichen Botschaften gesprochen hat; Nazi-Symbolik und der Hitlergruss finden sie aber auch ganz toll; wenn sie von Aussenstehenden in einen Topf mit den “richtigen” Nazis geworfen werden, finden sie das ganz ärgerlich, schliesslich sind sie diejenigen, welche die einzige und alleingültige Wahrheit entdeckt haben.

Nicht jeder hat die Zeit oder die Lust einen Koran zu lesen, noch dazu zuerst überhaupt einmal zu recherchieren welche Übersetzung überhaupt genommen werden muss, damit man keine beschönigende, aber auch keine verschlimmernde Version erhält. Auch möchte sich gar nicht jeder mit der Lebensgeschichte des islamischen “Propheten” Mohammed beschäftigen, nimmt man doch vielleicht leichtfertig an, dass es sich sicher nur um einen weiteren der vielen Propheten in der Menschheitsgeschichte handelt, der wird dann halt so etwas ähnliches sein wie Jesus – und überhaupt, alle Religionen sind doch mehr oder weniger gleich, wenn jemand etwas schlimmes macht, dann steht dies sicher im Gegensatz zu den Werten seiner Religion und wird nicht durch diese abgesegnet, denn alle Religionen sind im Kern humanistisch. Wie einfach und bequem ist es, diese Gedankengänge zu machen. Wenn es so wäre, wäre es ja schön, ein Traum. Allerdings ist es wirklich ein Traum, eine Utopie, eine Wunschvorstellung. Wenn ich selber für Toleranz einstehe heisst das noch lange nicht, dass die ganze Welt mir gegenüber auch tolerant sein wird. Man kann dies ignorieren, weil man meint mit gutem Vorbild vorangehen zu wollen, dann muss man aber vielleicht irgendwann erkennen, dass der Mensch halt doch nur ein weiter entwickeltes Tier ist, das primär für sich und seine Bedürfnisse schaut, einige mehr als andere und einige viel mehr als andere und irgendwann kann dieses hoffen auf die gegenseitige Toleranz somit zu einem Verhängnis werden mit psychischen und oder physischen Folgen für einen selber.

Sunzi lehrt uns in “Die Kunst des Krieges“, dass es notwendig ist seinen Feind zu kennen, wenn man die Schlacht gewinnen möchte. Wie Donald Rumsfeld richtig erkannte, ist dies auch einer der Gründe, warum es im Irak und Afghanistan nie so richtig gelang den Feind (ja, eben, wer ist das genau?) zu besiegen. Man darf das “I”-Wort nicht einmal in den Mund nehmen, weil sonst ist man ja ein Rassist, Islamophoper, Rechtspopulist, Imperialist oder was auch immer ist, aber mit Sicherheit ist man, gemäss weit verbreiteter Meinung, kein Islamkritiker oder Islamgegner, welcher darum bemüht ist, dass in diesen Staaten säkulare Regierungen fruchten und die universellen Menschenrechte gelten. “Wir” kämpfen dort also sicher niemals gegen den Islam, denn der sei ja friedlich. Wir kämpfen dort gegen Terroristen, gegen Salafisten, gegen extreme Wahhabiten, gegen Taliban oder einfach nur Banditen. Mit dem Islam will man diese Gruppen nicht in Verbindung bringen, wenn schon, dann haben diese eine falsche Islam-Interpretation, schliesslich ist die Mehrzahl der Muslime augenscheinlich friedlich (da nicht jeder immer und überall etwas in die Luft sprengt?) und die Mehrheit besitzt gemäss einem mir unbekannten Naturgesetz immer automatisch die Wahrheit. Sind diese Menschen dort grundsätzlich anders und wenn ja warum? Ist es biologisch oder kulturell? Warum sollten diese Menschen nicht auch die gleichen politischen Systeme haben können, wie in anderen modernen “westlichen” Staaten, mit all seinen Mängeln und Unzulänglichkeiten. Ist es trotzdem nicht noch immer ein besseres System, als die Herrschaft unter der Scharia, welche zwar in gewissen Gebieten etwas variabel ist, aber sich im Grossen und ganzen nicht viel nimmt? Es sei denn natürlich, dass ein Autoritärer Herrscher wie z.B. Mubarak, Gaddafi oder Pahlavi an der Macht ist und offiziell im Land die Scharia gilt, de Fakto jedoch bewusst zahlreiche Elemente daraus ignoriert werden, da sie diesen häufig auf westlichen Universitäten Ausgebildeten Herrschern nicht gefallen. Schliesslich müssen oder wollen sie dafür sorgen, dass die Bürger untereinander auskommen und nicht die eine Gruppe anfängt die andere zu benachteiligen, weil sie dazu eine religiöse Legitimation hätten. Auch diese Autoritären Herrschen wirken somit wie Nebelkerzen für den orthodoxen Islam und sorgen so dafür, dass viele Menschen gar kein Bild von der wahren Natur des Islams und seiner korrekten Umsetzung haben.

Wahrer Islam? Korrekte Umsetzung? Wie kann ich mir anmassen zu wissen was denn der wahre Islam ist und wie er korrekt gelebt wird? Viele islamische Gelehrte haben nicht einmal genug wissen um den Islam richtig zu verstehen, so eine viel gehörte Aussage, wie können wir Islamkritiker also so dreist sein und es überhaupt Wagen unsere (häufige) Laienmeinung zu verbreiten? Nun, auch dies ist nur eine weitere Nebelkerze. Man trifft sie auch in vielen anderen Religionen an. Angeblich ist nur ein kleiner auserwählter Kreis fähig, meistens der Klerus, die wahre Natur einer Religion mehr oder weniger richtig zu erfassen. Stellt sich hier unter anderem die Frage, warum dann der Koran von sich selber behauptet ein einfach verständliches Buch zu sein (z.B. Sure 26:2). Es ist natürlich schwierig, als Gefangener in einem System, einen Blick von ausserhalb auf eben jenes System zu wagen und dieses kritisch zu durchleuchten. Vielleicht ist der Koran ja doch nicht so klar, oder vielleicht widerspricht ein späterer Vers dem oben erwähnten und der Koran und damit der Islam sind sehr komplex und für normale Menschen kaum zu verstehen? Dies sollten auch Laien bezweifeln könnten, sollten sie sich den Koran einige Male studiert haben. Richtig einleuchtend warum aber dieses oder jenes genau so im Koran steht wird, erst richtig einleuchtend, zumindest sofern man einen offenen Geist hat, wenn man den Korantext mit der Lebensgeschichte des “Propheten” Mohammed verbindet und die historische Geschichte des Korantextes kennt (und auch akzeptiert). Eine gute Arbeit hat hier Bill Warner mit seinem Buch “An Abridged Koran” (in englisch) geleistet, welcher eben dies bewerkstelligt.

Um nicht die auf die Probleme, welche der Islam zwangsläufig mitbringt, sofern eine islamische Population eine gewisse Grösse und damit Einfluss erreicht hat, einzugehen, lassen sich diverse Gruppen viel Einfallen. Am besten ist es natürlich, wenn der Islam mit einem Problem, Problemchen oder etwas Störendem gar nicht in Verbindung gebracht wird, folglich wird gerne umetikettiert. Doch wenn der Metzger aus 2 Pfund Hackfleisch von letzter Woche, auf dem Etikett ein Filet von heute macht, dann sieht für mich als Kunde das ganze immer noch schwer wie Hackfleisch aus.
Islamismus ist so ein Etikett. Dieser Begriff ist in der islamischen Welt gänzlich unbekannt. Es ist eine künstliche Erfindung. Islamismus soll eine Fehlinterpretation des eigentlichen Islam sein, welche durch die Fehlinterpretation Terroristische Züge erwirbt. Ein Islamist ist also anscheinend jemand, der etwas gänzlich falsch verstanden haben muss.
Dann gibt es noch das Wort “Salafist”, neuerdings scheinbar das Modewort, vor allem wenn man nicht das Wort “Islam” oder “Moslem” in den Mund nehmen möchte. Im Prinzip das gleiche wie bei dem Islamisten oder beim Islamismus. Salafismus,  scheinbar eine Art völlig neue Religion aus Saudi Arabien oder dieser Gegend. Vermutlich irgendwie verwandt mit dem Islam? Die Anhänger behaupten dass zumindest, sie sagen auch sie seien Muslime und bezeichnen sich selber nicht als Salafisten sondern als angehörige des Islam. Muss wohl ein Missverständnis sein? Müssen wohl auch etwas falsch verstanden haben. Bei den Wahhabiten ist es das selbe, nur die Geschmacksrichtung ist leicht anders, aber auch die Wahhabiten, die haben vermutlich irgendwann etwas völlig falsch verstanden und interpretieren den Islam falsch.
Bin ich der einzige der findet, dass eine grosse Anzahl Leute anscheinend den Islam völlig falsch versteht? Ist das ein Zufall? Ist der Koran und die Sunna so schwer zu verstehen? Oder kann es sein, dass es viele Leute gibt, die den Islam richtig verstehen und auch umsetzen und es daneben eine grosse (vielfach schweigende) Mehrheit(?) gibt, welche den Islam nicht richtig versteht oder bewusst nicht praktiziert, weil sie nicht verstehen wollen, dass ihre Religion auch diverse unschöne, intolerante und sogar gewalttätige Elemente enthält?
Falls Islamismus und Wahhabismus nicht identisch sind mit “Islam”, worin unterscheiden sie sich dann?

Deshalb, lasst uns diese Worte vergessen und sorgen wir auch dafür, dass unsere Freunde und Bekannte sie vergessen. Unterstützen wir sie, indem wir sie aufklären über die wahre Natur dieser Worte und des Islam. Lasst uns diese Worte und Elemente bewusst werden, beim Lesen und Zuhören. Wann immer wir sie vernehmen, erinnern wir uns innerlich, dass dies nur Verschleierungen sind.
Wollen wir ein Problem lösen, so müssen wir es zuerst identifizieren, nur so können wir es zielgerichtet angehen und schlussendlich auch Lösungswege ermitteln und begehen. Wenn wir also erkannt haben, dass der Islam an sich schon ein Problem darstellt (neben anderen Problemen wie dem Kulturrelativismus und dem verklärten anhängen an eine Multi-Kulti-Utopie), dann haben wir bereits einen wichtigen Schritt gemeistert und können uns fortan auf die Lösung, den Weg konzentrieren.